Mili – Delmegrundsee

 

Die „Mili“ wurde 1936 angelegt, als Delmenhorst erstmalig Garnisionsstadt wurde. Am südlichen Ufer des Delmegrundsees wurde ein rechteckiger Sprungbereich ausgehoben und mit Beton eingefasst. Außerdem installierte man Startblöcke und Leitern. Der ausgebaggerte Sand wurde vermutlich für die Errichtung des Fliegerhorstes in Adelheide genutzt. 
Bis 1946 wurde die Badeanstalt von Soldaten der Wehrmacht genutzt, die in der Caspari-Kaserne stationiert waren sowie von Soldaten des Barackenlagers Düsternort . Von 1946 bis 1967 stand die „Mili“ als beliebtes Familienbad, unter der Obhut der AWO, der Allgemeinheit zur Verfügung. Da 1963 das neue Stadtbad eröffnet hatte, schloss man die „Mili“ 1968 endgültig, angeblich wegen gesundheitlicher und hygienischer Schädigungen. 1973 kaufte die Stadt das Grundstück vom Bundesvermögensamt. Seitdem liegt der herrliche See brach, gehütet von den Anglern. In den 70er Jahren überlegt der Rat und die Verwaltung öfters, die „Mili“ wieder als Badesee freizugeben, denn die hygienischen Verhältnisse erschienen kontrollierbar geworden zu sein, insbesondere durch den Zufluss von Frischwasser der Delme. Doch das Landeshygieneinstitut riet von der Nutzung als Badesee ab. Er stelle eine Gefährdung für schwache und unerfahrene Schwimmer da.
In dem alten Baumbestand haben sich mittlerweile Fledermäuse eingenistet. Morgens ist dort eine herrliche Stille, mal abgesehen von den Geräuschen der naheliegenden Autobahn A28. Man kann den Blesshühnern beim Schlafen zuschauen, den Grau- und den Silberreihern beim Fische fangen oder einfach nur den Sonnenaufgang genießen. 

 

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